Notgeldscheine aus Oberösterreich

Notgeldschein: Archiv - Roland Bartl

Notgeld wurde aufgrund von Kleingeldmangel, während der Inflation nach dem ersten Weltkrieg ausgegeben.

Da der Materialwert höher war als der Nominalwert der Münze, wurden Silbermünzen gehortet, oder gegen Waren eingetauscht. Auch der erhöhte Metallbedarf der Kriegsindustrie führte zu Kleingeldmangel.

Städte, Gemeinden, Firmen, ja sogar Vereinen wurde erlaubt "Notgeld" zu drucken und auszugeben, um dem Kleingeldmangel entgegenzuwirken.

- In Österreich war Innbruck im Sommer 1919 die ersten Stadt, welche mit der Ausgabe von Notgeld begann.

- In Oberösterreich hatten 425 von 503 Gemeinden ihr eigenes Notgeld.

- Insgesamt gab es in Österreich über 60.000 verschiedene Notgeldscheine, welche eingeteilt waren in:   Normalserien, Sonderserien, Privatserien, Juxscheine und Spendenscheine

Bis 1. Oktober 1921, sofern am Schein nichts Anderes vermerkt war, waren die Notgeldscheine gültig. Jedoch wurden schon vorher, durch die Hyperinflation, Kleinstbeträge gar nicht mehr ausgegeben, und so kamen viele Scheine nie in den Zahlungsverkehr, sondern landeten damals schon gleich bei Sammlern.

Ich habe meine Notgeldscheine, den Ortsnamen nach, in alphabetischer Reihenfolge angelegt:

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Ortsgemeinde ANSFELDEN bei Linz

50 Heller vom 6. Mai 1920

Marktgemeinde ASCHACH an der Donau

10 Heller von 1920

20 Heller von 1920

Ortsgemeinde EBENSEE

5 Heller vom 17. April 1920

20 Heller vom 17. April 1920

Gemeinde FRAHAM bei Eferding

20 Heller vom 15. Mai 1920

Gemeinde GOLDWÖRTH im Mühlviertel

20 Heller

50 Heller

Ortsgemeinde GRÜNAU im Almtal

5 Heller vom 28. Februar 1920

Marktgemeinde KREMSMÜNSTER

50 Heller von 1920