Geldscheine und Münzen von 1579 bis 1985

Im Laufe der Zeit hat sich unsere Währung ja ein paar mal geändert - hier sehen Sie einige Münzen und Geldscheine aus Österreich, Ungarn, Böhmen, ...  der letzten 500 Jahre.

Auf österreichischem Boden wurden Münzen schon aus der Zeit der Kelten (um 800 v.Chr.) gefunden.

Doch erst ca. 1000 (n.Chr.) begann man hierzulande selbstständig, mit eigener Münzprägung.

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DENAR von 1579, Rudolph II (Münze aus Silber)

MALEY GROSS von 1589, Münzstätte Budweis (Münze aus Silber)

MALEY GROSS ist böhmisch und bedeutet Kleiner Grossus (Groschen)

Sammlung: Walter Ulreich
Sammlung: Walter Ulreich

Zur Zeit des Kaisertums waren bis Ende des 18 Jhdt. der Gulden mit Unterteilung zu 100 Kreuzern die Währung in Österreich.

15 Kreuzer von 1662, Leopold I, geprägt in Wien 

Prägung Rückseite: ARCHI.D.AVS.DVX.CO.TYR

3 Kreuzer von 1683, Leopold I, geprägt in Hall/Tirol

Sammlung: Walter Ulreich
Sammlung: Walter Ulreich

1 Kreuzer von 1782

Prägung: IOS.II D.G.R.I.S.A.GE.HU.BO.REX.A.A.

Ausgeschrieben: IOSEPHUS II DEI GRATIA ROMANORUM IMPERATOR SEMPER AUGUSTUS GERMANIAE HUNGARIAE BOHEMIAE REX ARCHIDUX AUSTRIAE

Übersetzung: JOSEF II von Gottes Gnaden, Kaiser des heiligen Römischen Reichs, König von Germanien, Ungarn, Böhmen, Erzherzog von Österreich

1 Kreuzer von 1800

Prägung: FRANC.II D.G.R.I.S.A.GE.HU.BO.REX.A.A.

Ausgeschrieben: FRANCIS II DEI GRATIA ROMANORUM IMPERATOR SEMPER AUGUSTUS GERMANIAE HUNGARIAE BOHEMIAE REX ARCHIDUX AUSTRIAE

Übersetzung: FRANZ II von Gottes Gnaden, Kaiser des heiligen Römischen Reichs, König von Germanien, Ungarn, Böhmen, Erzherzog von Österreich

1/4 Kreuzer von 1816

Erstaunlich wie unzentral die Münze geprägt ist

1 Kreuzer von 1851

5/10 Kreuzer von 1859

Warum man eine 5/10 Münze prägte, und nicht 1/2 ist unverständlich

1 Kreuzer von 1885

1892 wurde der Gulden/Kreuzer von der Krone, mit Unterteilung zu 100 Heller abgelöst, der Kreuzer war aber noch bis 1900 in Zahlungsumlauf.

 

2 Heller von 1893

10 Heller von 1893

10 Heller von 1910

20 Heller von 1907

WICHTIG: 1914 konnte man um 10.000 Kronen einen Häuserblock kaufen - 1922 bekam man für 10.000 Kronen nur mehr einen Leib Brot!

 

 

Nach dem Zerfall der Österreich-Ungarischen Monarchie im November 1918 kam es zur Bildung neuer Staaten.

Da die Staaten nicht sofort eine eigene Währung zur Verfügung hatten, stempelte man die bisherigen Geldscheine der Österreich-Ungarischen Nationalbank, mit eigenen länderbezeichnenden Stempel um.

Es gab somit Kronen mit "Jugoslawien", "Tschechoslowakei", "Deutschösterreich", "Rumänien" und "Ungarn" Stempel - heute wie damals sehr interessant für Sammler. Dieses Sammelgebiet der "Scheine mit Abstempelungen", ist bisher aber noch sehr wenig erforscht!

Bitte beachten Sie auf den folgenden Scheine bis 1918, die roten bzw. grünen Stempel

 

1000 Kronen, Österreich-Ungarische Bank von 2. Jänner 1902 - ein Schein mit der Größe von 19 x 13 cm !

(die Vorderseite ist in Rot mit "DEUTSCHÖSTERREICH" gestempelt)

1000 Kronen, Österreich-Ungarische Bank von 2. Jänner 1902 - ein Schein mit der Größe von 19 x 13 cm !

(nochmals der selbe Schein, nur bei diesem Schein ist die Stempelung SENKRECHT angebracht, im Gegensatz zu Obrigem - weitere Besonderheit: Vorder- und Rückseite sind gleich bedruckt - Fehldruck?)

100 Kronen, Österreich-Ungarische Bank von 2. Jänner 1912

(die Vorderseite ist in Rot mit "DEUTSCHÖSTERREICH" gestempelt)

20 Kronen, Österreich-Ungarische Bank vom 2. Jänner 1913

(die Vorderseite ist in Rot mit "DEUTSCHÖSTERREICH" gestempelt)

20 Kronen, Österreich-Ungarische Bank vom 2. Jänner 1913

(die Rückseite ist in Rot mit "MAGYARORSZAG" gestempelt, dies bedeutet auf ungarischer Sprache "UNGARN")

Sammlung: Walter Ulreich
Sammlung: Walter Ulreich

50 Kronen, Österreich-Ungarische Bank vom 2. Jänner 1914

(die Vorderseite ist in Rot mit "DEUTSCHÖSTERREICH" gestempelt)

10 Kronen, Österreich-Ungarische Nationalbank vom 2. Jänner 1915

(die Vorderseite ist in Rot mit "DEUTSCHÖSTERREICH" gestempelt - die Rückseite trägt ein rotes, eingekreistes Andreas-Kreuz)

1 Krone Österreich-Ungarische Bank, von 1. Dezember 1916

(die Vorderseite ist in Grün mit "DEUTSCHÖSTERREICH" gestempelt)

1 Krone Österreich-Ungarische Bank, von 1. Dezember 1916

(dieser Schein ist von der Abstempelung verschont geblieben, er kam anscheinend vorher schon in Sammlerhände)

2 Kronen  Österreich-Ungarische Bank vom 1. März 1917

(die Vorderseite ist in Grün mit "DEUTSCHÖSTERREICH" gestempelt)

2 Kronen Österreich-Ungarische Bank vom 1. März 1917

(dieser Schein ist von der Abstempelung verschont geblieben, er kam anscheinend vorher schon in Sammlerhände)

10.000 Kronen, Österreich-Ungarische Bank, vom 2. November 1918

(die Vorderseite ist in Rot mit "DEUTSCHÖSTERREICH" gestempelt)

Sammlung: Walter Ulreich
Sammlung: Walter Ulreich

Während der Inflation nach dem ersten Weltkrieg, wurden aufgrund von Kleingeldmangel, Notgeldscheine ausgegeben. Zu der Zeit hatte fast jede Gemeinde in Österreich ihr "eigenes" Notgeld!

1 Krone, Österreich-Ungarische Bank, vom 2.Jänner 1922

2 Kronen, Österreich-Ungarische Bank, vom 2.Jänner 1922

Sammlung: Walter Ulreich
Sammlung: Walter Ulreich

10 Kronen, Österreich-ungarische Bank vom 2.Jänner 1922

20 Kronen, Österreich-Ungarische Bank vom 2.Jänner 1922

100 Kronen, vom 2. Jänner 1922

5000 Kronen, vom 2. Jänner 1922 - ein Schein mit der Größe von 19 x 10 cm !

Sammlung: Walter Ulreich
Sammlung: Walter Ulreich

50.000 Kronen, vom 2. Jänner 1922 - ein Schein mit der Größe von 19 x 10 cm !

Sammlung: Walter Ulreich
Sammlung: Walter Ulreich

100 Kronen von 1924 - diese Münze wurde nur 1923 u. 1924 geprägt,

Sie sieht dem 1 Groschenstück von 1925 sehr ähnlich, und hatte auch den selben Wert.

1000 Kronen von 1924 - diese Münze wurde nur 1924 geprägt,

Sie sieht dem 10 Groschenstück von 1925 sehr ähnlich, und hatte auch den selben Wert.

10.000 Kronen vom 2. Jänner 1924 - erste Version, noch OHNE Schilling Aufdruck - war in Umlauf von 8. April 1924 bis 31. Dezember 1926

Erste österr. Banknote der am 14. November 1922 neu gegründeten Österreichischen Nationalbank

Sammlung: Walter Ulreich
Sammlung: Walter Ulreich

Am 14. November 1922 wurde die österreichische Nationalbank gegründet, und am 1 März 1925 der Schilling als alleiniges Zahlungsmittel in Österreich eingeführt. Der Schilling ist in 100 Groschen unterteilt.

Bei der Einführung des Schillings, war 1 Schilling so viel wert wie 10.000 Kronen

 

10.000 Kronen/1 Schilling vom 2. Jänner 1924 - zweite Version, wurde mit 1 Schilling und mit 10.000 Kronen angegeben - aber somit der erste Schilling der in Umlauf war!

Sammlung: Walter Ulreich
Sammlung: Walter Ulreich

Da der Schilling schon kurz nach seiner Einführung, als relativ stabile Währung galt, wurde er auch gerne liebevoll "Alpendollar" genannt

1 Groschen von 1925

1 Groschen von 1947

2 Groschen von 1925

2 Groschen von 1950

5 Groschen von 1931

5 Groschen von 1987

10 Groschen von 1925

10 Groschen von 1948

10 Groschen von 1949

20 Groschen von 1954

10 Groschen von 1961

50 Groschen von 1946

50 Groschen von 1961

1/2 Schilling von 1925   (Münze aus Silber) - Interessant warum man 1/2 Schilling prägte, und nicht 50 Groschen

1 Schilling von 1946

1 Schilling von 1960

war in der Form gültig von 1959 bis 2002

2 Schilling von 1929

2 Schilling von 1931

Sammlung: Walter Ulreich
Sammlung: Walter Ulreich

2 Schilling von 1934

2 Schilling von 1936

Sammlung: Walter Ulreich
Sammlung: Walter Ulreich

2 Schilling von 1947

5 Schilling von 1952

5 Schilling von 1960  (Münze aus Silber)

5 Schilling von 1970

10 Schilling von 1958  (Münze aus Silber)

10 Schilling von 1974

20 Schilling von 1992

20 Schilling von 1996

50 Schilling von 1959 (Münze aus Silber)

50 Schilling von 1964 (Münze aus Silber)

50 Schilling von 2001

Gedenkmünze des Schilling, von 16. Juni 1924 bis 28. Februar 2002

100 Schilling von 1976 (Münze aus Silber)

Während des zweiten Weltkrieges, wurden von 1938 bis 1945 der Schilling durch Reichsmark/Reichspfenning ersetzt. Erst 1945 erhielt der Schilling wieder seine Gültigkeit zurück!

Ab Mai 1945 wurden von den Besatzungsmächten wieder Schilling Geldscheine ausgegeben. Diese Militär Schilling Noten wurden bereits 1944 in den USA gedruckt, hatten die Aufschrift "ALIIERTE MILITÄRBEHÖRDE", und 1 Schilling entsprachen dem Wert 1 Reichsmark!

50 Groschen von 1944, der "ALLIIERTEN MILITÄRBEHÖRDE"

1 Schilling von 1944 der "ALIIERTEN MILITÄRBEHÖRDE"

2 Schilling von 1944 der "ALIIERTEN MILITÄRBEHÖRDE"

5 Schilling von 1944, der"ALIIERTEN MILITÄRBEHÖRDE"

5 Schilling Schein vom 4. September 1945

10 Schilling Schein vom 29. Mai 1945

10 Schilling Schein vom 2. Jänner 1950

die 10 Schilling Scheine wurden 1957 von der 10 Schilling Münze abgelöst

20 Schilling Schein vom 29. Mai 1945

20 Schilling Schein vom 2. Juli 1967

50 Schilling vom 2. Juli 1962

50 Schilling vom 2. Jänner 1970

100 Schilling vom 23. Mai 1945

100 Schilling vom 1. Juli 1960

100 Schilling Schein vom 2. Jänner 1969

100 Schilling Schein vom 2. Jänner 1984

Alle Geldscheine und Münzen (ausgenommen den speziell gekennzeichneten): Archiv - Roland Bartl

Am 1. Jänner 1999 wurde der Euro eingeführt, der Schilling galt aber noch bis Ende Februar 2002 als gültiges Zahlungsmittel